Gastartikel: Meine Begegnung mit Quantenheilung

Monika Hasler
Monika Hasler

Dies ist ein Gastartikel von von Monika Hasler

Es war an einem grauen Herbstabend in St. Gallen vor drei Jahren. Ein Quantenheilungs-Erlebnisabend war angesagt in der Stadt. Ich war müde von der Arbeit des Tages. Erst gerade war ich heim gekommen aus Zürich, und der Feierabendverkehr auf der A1 hatte mir eigentlich den Rest gegeben. Ich war reif für die Hängematte.

Doch war ich auch immer noch in einem Zustand der Rekonvaleszenz von einer schweren Lebenskrise und suchte weitere Gelegenheiten, um ganz heil zu werden. Quantenheilung war mir unbekannt, und ich machte mir Hoffnung, dass es etwas bewirken könnte. Eine Stimme im Kopf sagte: Guck, wenn dir dein Wohlbefinden wichtig ist, musst du jetzt einfach deinen Hintern dorthin bewegen. Du weißt doch, dass sich rein gar nichts verändert, wenn du nicht selber was unternimmst. Also los, beweg dich!

Ich fühlte mich schwer und blieb sitzen. Ich blieb lange sitzen, der Vortrag hatte bereits angefangen. Ich las noch einmal die Ankündigung in der Zeitung und versuchte abzuschätzen, ob ich jetzt riskierte, eine wirkliche Chance einfach an mir vorüber ziehen zu lassen. Plötzlich gab ich mir einen Ruck und beschloss, wenigstens noch vom zweiten Teil des Abends eine Antwort zu bekommen, was es denn mit diesem Quantenheilen auf sich hat – der Vortrag war ja inzwischen bestimmt zu Ende.

Und so war es. Ich schlich mich in den halbvollen Saal und setze mich unter die Zuhörer, als der Redner ankündigte, dass er jetzt gerne einigen unter uns die Möglichkeit einer Erfahrung anbieten möchte. Eine Frau aus der ersten Reihe meldete sich. Sie leide seit Jahrzehnten unter chronischen Rückenschmerzen. Der Redner bat sie nach vorn. Er bat sie dann, ihre Augen zu schliessen und berührte sie leicht an der Schulter. Die andere Hand bewegte er ohne Berührung ihre Wirbelsäule hinunter. Ja, da ist etwas, sagte er.

Es folgte ein Moment der totalen Stille, die Frau schwankte ein wenig nach hinten und wurde von einem Assistenten aufgefangen. Ob sie etwas spüre, fragte der Zauberer – ja, wie ein Zauberer kam er mir vor. Er tat nicht viel mehr als seine Hand sanft in der Luft zu bewegen. Die Erklärungen dazu hatte ich ja gänzlich verpasst.

Die Frau sagte, die Schmerzen seien weg! Das könne sie gar nicht glauben…
Als sie sich setzte, sagte sie: Ich fühle mich zwanzig Jahre jünger! Wie haben Sie das geschafft? Ich habe gar nichts getan, sagte der Zauberer nur lakonisch. Er nahm es auf die leichte Schulter. Offenbar war er solche Reaktionen gewohnt. Noch zwei weitere Besucher meldeten sich für eine Erfahrung mit Quantenheilung, und beide spürten deutlich eine Veränderung in ihrem Körper vor sich gehen. Als Letzte meldete ich mich, dafür war ich schliesslich gekommen.

Der Coach fragte mich, was mein Thema sei, das ich verändern wolle. Ich konnte ihm nichts Konkretes nennen. Da erwiderte er, Quantenheilung könne auch ein Generalreinemachen bewirken, ohne dass man eine konkrete Intention dazu brauche. Das klingt gut, sagte ich. Da gab es noch viel aufzuräumen in meinem Inneren.

Wie die Menschen vor mir bat er mich nach ein paar tiefen Atemzügen, die Augen zu schliessen und sonst gar nichts zu tun, vor allem mir über nichts Gedanken zu machen. Wie bei den andern Probanden stellte sich sein Assistent hinter mich, falls ich schwanken würde.

Nach einer Weile fragte er mich, was ich spüre. Ich spürte nichts, gar nichts und dachte schon, dass ich wahrscheinlich resistent dagegen sei. Da wurde ich gebeten, meine Augen wieder zu öffnen und war erstaunt, dass damit der Prozess zu Ende war. Weder hatte ich geschwankt wie die anderen noch hatte ich irgendeine Energie oder eine Veränderung in mir gespürt. Ich war ein wenig enttäuscht. Der Coach versicherte mir aber, dass es bestimmt eine Wirkung haben werde.

Etwas ratlos ging ich nach Hause und endlich in die Federn. Da war nichts passiert. Ich ging am nächsten Tag wie gewohnt meiner Arbeit nach und dachte nicht mehr dran.

Doch am Abend, nach Beendigung meiner letzten Lektion an der Berufsschule, wo ich Azubis in Englisch unterrichte, war ein seltsamer Moment. Ich trat aus dem Gebäude und befand mich noch auf der Treppe, als ich plötzlich stehen blieb. Was war das? Etwas war anders. Ich fühlte mich so gut, so erfüllt, so satt und zufrieden. Ein für mich ungewohntes Gefühl. Und etwas fehlte. Etwas war weg. Sofort wusste ich, was es war. Es war das Gefühl der Einsamkeit, das ich seit meiner Kindheit mit mir herumtrug und das sich offenbar vor allem dann einstellte, wenn ich jeweils aus dem Schulhaus trat und mich auf den Nachhauseweg machte.

Wo ich als Kind zuhause war, da schien niemand für mich zuständig zu sein. Ich war emotional verwaist und haltlos einsam inmitten einer sechsköpfigen Familie. Dieses Gefühl der Einsamkeit war Bestandteil meines Lebensgefühls gewesen bis zu diesem Tag. Jetzt war es weg! Das war ein Wunder und unerklärbar. Wie bei der Dame, die so plötzlich von ihren Rückenschmerzen befreit war, die so lange zu ihrem Dasein gehört hatten.

Diese Veränderung konnte nur die Auswirkung meiner Erfahrung mit Quantenheilung vom Vorabend sein. Ich wusste immer noch nichts über Quantenheilung, da ich ja den ersten Teil des Abends verpasst hatte. Ich hatte mich einfach ins kalte Wasser gestürzt, weil mir – als eine am Leben Leidende – nichts zu exotisch war, wenn es Linderung versprach.

Jetzt wollte ich mehr wissen. Vor allem wollte ich jeden Zweifel beseitigen, dass es nicht etwa einfach ein Zufall war. Ich besuchte ein Ausbildungswochenende bei demselben Coach, der mir das Wunder beschert hatte. An diesem Wochenende erlebte ich ganze Erdrutsche in meinem Inneren, die dicke, alte Krusten aus meiner Kindheit wegtrugen und meine Identität des verzweifelten Waisenkindes den Fluss runterspülten.

Ich brauchte keine weiteren Beweise mehr, ich war überwältigt. Ich wollte nun wissen, was denn noch alles möglich war mit dieser so simplen und unglaublich zauberhaften Methode, die angeblich gar keine Heilmethode ist, sondern ein Bewusstseinszustand. Es ist das reine Bewusstsein, das wirkt, das Inneres neu ordnet und nicht mehr benötigte Strukturen auflöst.

Auf meinem weiteren Ausbildungsweg mit Quantenheilung erfuhr ich jedes Mal tiefgreifende, wunderbare Heilung. Noch nie war ich so dankbar. Ich lernte Frank Kinslow, angeblich einer der Entdecker des Quantenheilens, persönlich kennen, und es wurde mir allmählich bewusst, dass ich mich auf einem spirituellen Weg befinde.

Mein Verständnis dessen, wer ich als Mensch bin, hat sich grundlegend verändert, seit ich Quantenheilung kenne und praktiziere. Ein solides Gefühl des Aufgehoben-Seins in der Schöpfung hat sich in mir ausgebreitet, und ich habe heute ein Urvertrauen, das mir vorher fehlte.

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Monika Hasler ist Lehrerin und Life Coach und praktiziert Quantenheilung in eigener Praxis und online. Als Bloggerin berichtet sie über Themen der Persönlichkeitsentwicklung, der Gesundheit und einer spirituellen Lebensführung. Lesen Sie hier mehr von ihr: www.Quantensprung-Coach.com